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	<title>VBG Spezial</title>
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	<description>Glas &#38; Keramik</description>
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	<title>VBG Spezial</title>
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		<title>Prämienverfahren – Gesunde Führung leben</title>
		<link>https://www.glaskeramik.org/praemienverfahren-gesunde-fuehrung-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 12:49:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[slider-yes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.glaskeramik.org/praemienverfahren-gesunde-fuehrung-leben/">Prämienverfahren – Gesunde Führung leben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.glaskeramik.org">VBG Spezial</a>.</p>
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			<p class="p1"><strong>Die VBG hat spezielle Führungskräftetrainings zur Reduzierung psychischer Belastungen in das Prämienverfahren aufgenommen. Zu den VBG-Mitgliedsunternehmen, die hier entsprechende Präventionsmaßnahmen durchgeführt haben und dafür prämiert wurden, zählt die JUMO GmbH &amp; Co. KG mit Hauptsitz in Fulda. Im Mittelpunkt steht dabei das JUMO-Führungskompetenzmodell, das einen verbindlichen Orientierungsrahmen für alle Hierarchieebenen ermöglicht.</strong></p>
<p class="p2">Führungskräfte haben entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung der Arbeitsbedingungen – und somit auf die Gesundheit der Beschäftigten. Zu den Gestaltungsbereichen gehören zum Beispiel Arbeitsintensität, Handlungsspielraum und soziale Beziehungen am Arbeitsplatz (Berücksichtigung psychischer Belastung in der Gefährdungsbeurteilung, GDA, 2022). Die VBG hat deshalb spezielle Führungskräftetrainings, die zur Reduzierung psychischer Belastungen beitragen, in den Prämienkatalog der Branche Glas und Keramik aufgenommen. Zu den VBG-Mitgliedsbetrieben, die solche Maßnahmen verbindlich für alle Führungskräfte eingeführt haben, zählt das hessische Unternehmen JUMO. Dessen Erfolgsgeschichte begann Mitte des 20. Jahrhunderts mit der Produktion von Glaskontaktthermometern. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat sich das Unternehmen zu einem der führenden System- und Lösungsanbieter für industrielle Sensor- und Automatisierungstechnik entwickelt. Temperatursensoren und -fühler von JUMO finden in den verschiedensten Einsatzbereichen Verwendung. Dazu gehören auch Betriebe der Branche Glas &amp; Keramik, da die präzise Überwachung von Temperaturmesswerten hier zentral für die Produktqualität ist.</p>
<p class="p2">Weltweit beschäftigt JUMO aktuell über 2.500 Mitarbeitende, wobei am Standort in Fulda 1.600 Personen tätig sind. In einer Organisation dieser Größenordnung ist es eine Herausforderung, eine einheitliche Führungskultur zu etablieren, bei der Sicherheit und Gesundheit auf allen Hierarchieebenen zentrale Werte darstellen, die auch gelebt werden.</p>
<p class="p2">JUMO begegnet den zunehmend komplexen Herausforderungen in der Arbeitswelt mit einem Führungsverständnis, das bewusst zwei Dinge kombiniert: eine verbindliche gemeinsame Grundlage für alle Führungskräfte und individuelle Entwicklungswege, die unterschiedliche Stärken, Aufgaben und Kontexte berücksichtigen.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Ein gemeinsamer Referenzrahmen für alle</span></h2>
<figure id="attachment_6254" aria-describedby="caption-attachment-6254" style="width: 768px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-6254 size-lukla_medium" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_raum_rgb-768x512.jpg" alt="Teilnehmer diskutieren gemeinsam im Training" width="768" height="512" srcset="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_raum_rgb-768x512.jpg 768w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_raum_rgb-300x200.jpg 300w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_raum_rgb-1024x683.jpg 1024w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_raum_rgb-1168x779.jpg 1168w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_raum_rgb.jpg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-6254" class="wp-caption-text">Die Trainings tragen dazu bei, eine einheitliche Führungskultur zu etablieren, bei der Sicherheit und Gesundheit auf allen Hierarchieebenen zentrale Werte darstellen.</figcaption></figure>
<p class="p2">Die gemeinsame Basis bildet das vor fünf Jahren eingeführte JUMO-Führungskompetenzmodell. Dieses dient als verbindlicher Orientierungsrahmen – unabhängig von Bereich, Funktion oder Hierarchieebene. Außerdem definiert es ein einheitliches Führungsverhalten im Sinne von klar definierten Kriterien.</p>
<p class="p2">Zentrales Element dabei sind die sogenannten Verhaltensanker. Dabei handelt es sich um konkrete Kompetenzen und beobachtbares Verhalten. Zu diesen Kompetenzen gehören unter anderem:</p>
<ul>
<li class="p2">Führungsrolle,</li>
<li class="p2">Kommunikation im Team,</li>
<li class="p2">Teamsteuerung,</li>
<li class="p2">Entwicklung von Mitarbeitenden,</li>
<li class="p2">gesundes Führen,</li>
<li class="p2">Zusammenarbeit sowie</li>
<li class="p2">Selbststeuerung.</li>
</ul>
<p class="p2">Der Verhaltensanker für „gesundes Führen“ ist beispielsweise folgendermaßen formuliert: „Die Führungskraft erkennt frühzeitig Belastungssituationen bei Mitarbeitenden und ergreift geeignete Maßnahmen.“</p>
<p class="p2">Das Kompetenzmodell schafft damit Klarheit darüber, was JUMO unter „wirksamer und gesundheitsförderlicher Führung“ versteht, und sorgt damit für Orientierung im Führungsalltag.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Verbindlicher Einstieg: das Basisprogramm</span></h2>
<figure id="attachment_6257" aria-describedby="caption-attachment-6257" style="width: 450px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6257 size-lukla_medium" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_teamsteuerung_rgb-768x778.jpg" alt="Vorgehensweisen werden in Listen visualisiert" width="450" height="456" srcset="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_teamsteuerung_rgb-768x778.jpg 768w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_teamsteuerung_rgb-296x300.jpg 296w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_teamsteuerung_rgb-1011x1024.jpg 1011w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_teamsteuerung_rgb-1168x1184.jpg 1168w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_teamsteuerung_rgb.jpg 1200w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-6257" class="wp-caption-text">Anhand konkreter Modelle zur Teamsteuerung werden die Führungskompetenzen weiterentwickelt.</figcaption></figure>
<p class="p2">Auf dieser Grundlage durchläuft jede neue Führungskraft bei JUMO zu Beginn der Führungslaufbahn ein verbindliches Basisprogramm, welches mit externen Trainerinnen und Trainern umgesetzt wird. Es sorgt dafür, dass alle Führungskräfte auf einem gemeinsamen Grundverständnis aufbauen und ihre Rolle bewusst und reflektiert ausfüllen können. Im Fokus stehen dabei unter anderem die eigene Haltung und Verantwortung als Führungskraft, grundlegende Führungs- und Kommunikationskompetenzen sowie die Zusammenarbeit und Gesundheit im Team.</p>
<p class="p2">Timo Schott, Teamleiter Test &amp; Validation bei JUMO, hat selbst schon das Basisprogramm absolviert und zieht folgendes Fazit: „Mir sind viele Themen bewusster geworden und ich konnte durch die Trainings meinen eigenen Werkzeugkoffer deutlich erweitern. So nutze ich mittlerweile gern statt der klassischen E-Mail ein Flipchart in unserer Abteilung als Kommunikationsmöglichkeit.“ Wichtige Informationen und Aufgaben werden so visualisiert, bekommen im Arbeitsalltag mehr Präsenz und die bisherigen Erfolge werden besser sichtbar. Das Flipchart ist somit Treffpunkt und Möglichkeit zum Austausch. Das stärkt auch den Zusammenhalt im Team.</p>
<figure id="attachment_6255" aria-describedby="caption-attachment-6255" style="width: 768px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6255 size-lukla_medium" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_schott_wiegand_rgb-768x410.jpg" alt="Teamleiter und Trainer an einem Flipchart" width="768" height="410" srcset="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_schott_wiegand_rgb-768x410.jpg 768w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_schott_wiegand_rgb-300x160.jpg 300w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_schott_wiegand_rgb-1024x546.jpg 1024w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_schott_wiegand_rgb-1168x623.jpg 1168w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_schott_wiegand_rgb.jpg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-6255" class="wp-caption-text">Teamleiter Timo Schott (rechts) im Austausch mit dem externen Trainer Philipp Wiegand</figcaption></figure>
<h2 class="p3"><span class="s1">Individuelle Schwerpunkte setzen</span></h2>
<p class="p2">Aufbauend auf dieser gemeinsamen Basis folgt bei JUMO bewusst die individuelle Weiterentwicklung. Denn so verschieden die Führungsaufgaben, Teams und Rahmenbedingungen sind, so unterschiedlich sind auch die Entwicklungsbedarfe der einzelnen Führungskräfte. Daher bietet JUMO ein modulares Wahlprogramm, das sich am Kompetenzmodell sowie an den persönlichen Stärken, Entwicklungsfeldern und Interessen orientiert und je nach den aktuellen Rahmenbedingungen und Bedarfen wechselt.</p>
<p class="p2">Um individuelle Entwicklungsprozesse fundiert zu begleiten, setzt JUMO ergänzend auf ausgewählte Instrumente zur Selbstreflexion und Standortbestimmung. Dazu gehört unter anderem eine spezielle Analyse, die Führungskräfte bereits während des Auswahlprozesses durchlaufen und Einblicke in personenbezogene Motive und Verhaltenspräferenzen ermöglicht.</p>
<p class="p2">Lara Neudert, Personalentwicklerin bei JUMO, erklärt: „Wir sind überzeugt, dass Gießkannenmaßnahmen nicht mehr zeitgemäß sind. Die Wirksamkeit von Entwicklungsangeboten beginnt für uns mit einem fundierten Verständnis der individuellen Voraussetzungen und Bedarfe.“</p>
<figure id="attachment_6256" aria-describedby="caption-attachment-6256" style="width: 768px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6256 size-lukla_medium" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_karten_rgb-768x328.jpg" alt="Schlagwörter werden von den Trainern sortiert" width="768" height="328" srcset="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_karten_rgb-768x328.jpg 768w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_karten_rgb-300x128.jpg 300w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_karten_rgb-1024x437.jpg 1024w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_karten_rgb-1168x498.jpg 1168w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_karten_rgb.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-6256" class="wp-caption-text">Trainer Philipp Wiegand unterstützt die Teilnehmenden dabei, sich und ihre Rolle als Führungskraft zu reflektieren und die eigenen Kommunikationskompetenzen zu erweitern.</figcaption></figure>
<p class="p2">Diagnostische Tools wie eine spezielle Analyse schaffen Transparenz und unterstützen Führungskräfte dabei, die eigenen Stärken bewusster einzusetzen und Entwicklungsfelder gezielt anzugehen. Für individuelle Fragestellungen bietet JUMO den Führungskräften außerdem Coaching und Beratung an. Diese Maßnahmen unterstützen Führungskräfte dabei, eigene Lösungen bei Teamkonflikten zu entwickeln, Perspektiven zu erweitern und ungünstig gestaltete Arbeitsbedingungen frühzeitig zu erkennen. Ziel ist es, die persönliche Handlungsfähigkeit zu stärken, Stressoren zu reflektieren und gesundheitsbewusstes Führungsverhalten zu fördern. Die Beratung durch die Personalentwicklung ergänzt dieses Angebot, etwa bei der Gestaltung individueller Entwicklungspfade für Mitarbeitende oder bei Teamworkshops, die das gegenseitige Verständnis sowie eine sichere und gesunde Zusammenarbeit fördern.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Unterschiedliche Bedürfnisse erkennen</span></h2>
<figure id="attachment_6259" aria-describedby="caption-attachment-6259" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6259" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_schott_rgb.jpg" alt="Portraitbild von Timo Schott" width="300" height="255" srcset="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_schott_rgb.jpg 725w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_schott_rgb-300x255.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-6259" class="wp-caption-text">JUMO-Teamleiter Timo Schott konnte durch die Weiterbildung seinen persönlichen Werkzeugkoffer deutlich erweitern.</figcaption></figure>
<p class="p2">Timo Schott versteht seine Rolle als Führungskraft folgendermaßen: „Ich sorge dafür, dass mein Team bestmöglich funktionieren kann. Wichtig ist, dass ich als Teamleiter berechenbar und verlässlich bin, mit einer gewissen Stabilität und Struktur, einer klaren Kommunikation und definierten Aufgaben. Ich versuche, mich immer mehr aus dem operativen Tagesgeschäft rauszunehmen, um Zeit für die wirklich wichtigen Führungsthemen zu haben.“ Das bedeutet vor allem: gute Rahmenbedingungen zu schaffen, Personalentwicklung der einzelnen Beschäftigten, ansprechbar bei Fragen zu sein und kurzfristig auftretende Probleme jeglicher Art zu lösen. So bleibt das Team immer arbeitsfähig. „Dabei ist es wichtig, dass ich alle Beschäftigten mit ihrem Charakter und ihren Bedürfnissen verstehe und mein Führungsverhalten dementsprechend anpasse. Das zu erkennen und richtig zu handeln, dabei hat mir das Führungskräftetraining enorm geholfen“, erklärt Schott.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Führung zukunftsorientiert gestalten</span></h2>
<p class="p2">Auch die Führungskräfteentwicklung selbst versteht sich bei JUMO als lernendes System, mit dem Ziel, agil zu bleiben, neue Formate zu erproben und nah an aktuellen Herausforderungen zu sein. Dazu werden die Programme und Formate regelmäßig reflektiert und weiterentwickelt. Dieses Jahr steht eine umfangreichere Evaluation an, da neben einer detaillierten Ausarbeitung von Führungswerten eine Internationalisierung des Führungskräfteprogramms geplant ist.</p>
<figure id="attachment_6258" aria-describedby="caption-attachment-6258" style="width: 450px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6258 size-lukla_medium" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_austausch_rgb-768x691.jpg" alt="Teilnehmer applaudieren in der Gruppe" width="450" height="405" srcset="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_austausch_rgb-768x691.jpg 768w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_austausch_rgb-300x270.jpg 300w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_austausch_rgb-1024x921.jpg 1024w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_austausch_rgb-1168x1050.jpg 1168w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_fuehrung_austausch_rgb.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-6258" class="wp-caption-text">Die Trainings schaffen auch einen Rahmen, sich mit anderen Führungskräften auszutauschen.</figcaption></figure>
<p class="p2">Seit 2025 sind im Prämienkatalog der Branche Glas und Keramik unter der Rubrik „Spezielle Maßnahmen zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren und individuelle Qualifikation im Arbeitsschutz“ spezielle Trainings für besondere Zielgruppen enthalten. Diese können unter bestimmten Voraussetzungen mit 40 Prozent der Investitionssumme von der VBG gefördert werden.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1706825821366"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12 vc_col-has-fill"><div class="vc_column-inner vc_custom_1614158517181"><div class="wpb_wrapper">					<div class="mega-testimonial">
				<div class="tm-quotes" style="background: ; padding: 15px 10px; font-style: italic; border-radius: 4px;">
					<h2 class="p1"><span class="s1">Drei Fragen an die Expertin</span></h2>
<h3 class="p1"><i>Was sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen für Führungskräfte in der aktuellen Arbeitswelt?</i></h3>
<p class="p2" style="font-style: normal;"><span class="s1">Führung findet heute unter ganz anderen Bedingungen statt als noch vor einigen Jahren. Die Welt wird spürbar dynamischer, und das betrifft Führung ganz besonders. Uns ist deshalb wichtig, Führungskräften Orientierung zu geben.</span></p>
<h3 class="p1"><i>Wie bereiten Sie Ihre Führungskräfte darauf vor?</i></h3>
<p class="p2" style="font-style: normal;"><span class="s1">Wir schauen sehr bewusst darauf, wie wir unsere Führungskräfteentwicklung weiterdenken – zum Beispiel, indem wir noch mehr Raum für Austausch bieten und gemeinsam Werte erarbeiten, die im Arbeitsalltag mehr Klarheit schaffen. Auch unser Angebot in Richtung Resilienz und Selbstführung wollen wir ausbauen.</span></p>
<h3 class="p1"><i>Bei JUMO führen Sie auch die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung durch. Welche Rückschlüsse können Sie daraus ziehen?</i></h3>
<p class="p2" style="font-style: normal;"><span class="s1">Im Großen und Ganzen berichten unsere Mitarbeitenden von einer positiven und unterstützenden Zusammenarbeit mit ihren Führungskräften. Gleichzeitig gibt es individuelle Unterschiede in den Teams. Deshalb sehen wir uns bestärkt darin, neben dem grundlegenden Basisprogramm auch auf ein Angebot für individuelle Lösungen zu setzen.</span></p>
					<span class="tm-arrow" style="border-top: 8px solid ;"></span>
				</div>
				<div class="tm-details">
					<div class="tm-profile">
						<img decoding="async" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/07/GK_0326_lara_neudert_sq.jpg" alt="Lara Neudert, Personalentwicklerin bei JUMO" style="width: 100px; border-radius: 50%">
					</div>
					<div class="tm-prof">
						<div class="tm-name">
							<span style="font-size: 21px; color: #000000; font-weight: bold;">Lara Neudert</span>,
							<span><i><a href="" target="" title="" style="color: #898989; font-size: 18px; font-style: italic; text-decoration: none;">Personalentwicklerin bei JUMO</a></i></span>
							<p style="padding-top: 5px; display: none">
								<img decoding="async" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/plugins/mega-addons-for-visual-composer-pro/render/../images/none.png">
							</p>
						</div>
					</div>
					<div class="Clearfix"></div>
				</div>
			</div>			
		
		
		
		
		
		
				
		</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1689087410003"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">		
							<a style="text-decoration: none;color: #000;">
					<div class="mega_info_box_2  mega-info-box-168 nonesss nones  vc_custom_1754415306782">
				<div class="mega-info-header">
																<i class="fas fa-external-link-alt" aria-hidden="true" style="border: 0px solid ; border-radius: 0px; background: ; width: px; height: px; line-height: px; font-size: 25px; color: ;"></i>
									</div>
				<div class="mega-info-footer">
					<h3 class="mega-info-title" style="color: #000000; font-size: px; line-height: 1;">
						Weblinks					</h3>
					<div class="mega-info-desc" style="">
						<p class="p1"><i>VBG-Website zum Thema Führung und Gesundheit<br />
</i><span class="s1"><a href="https://vbg-spezial.de/VBG-Fuehrung"><i>https://vbg-spezial.de/VBG-Fuehrung</i></a></span></p>
<p class="p3"><i>VBG-Fachwissen „Gesund und erfolgreich führen – Informationen für Führungskräfte“<br />
</i><span class="s1"><a href="https://vbg-spezial.de/gesunde-fuehrung"><i>https://vbg-spezial.de/gesunde-fuehrung</i></a></span></p>
<p class="p3"><i>DGUV Information 206-059 „Sicherheits- und gesundheitsgerechte Führung“<br />
</i><span class="s1"><a href="https://publikationen.dguv.de"><i>https://publikationen.dguv.de</i></a> | Webcode: p206059</span></p>
<p class="p3"><i>Prämienverfahren und Prämienkatalog Glas-Industrie, Grobkeramik, Feinkeramik ab 2026<br />
</i><span class="s1"><a href="https://www.vbg.de/praemie"><i>www.vbg.de/praemie</i></a></span></p>
					</div>
									</div>
				<div class="clearfix"></div>
			</div>
		</a>

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		</div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.glaskeramik.org/praemienverfahren-gesunde-fuehrung-leben/">Prämienverfahren – Gesunde Führung leben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.glaskeramik.org">VBG Spezial</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Arbeitsschutz – Mehr Sicherheit in der Teilbranche Grobkeramik</title>
		<link>https://www.glaskeramik.org/arbeitsschutz-mehr-sicherheit-in-der-teilbranche-grobkeramik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 12:49:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unfälle & Arbeitssicherheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.glaskeramik.org/?p=6226</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.glaskeramik.org/arbeitsschutz-mehr-sicherheit-in-der-teilbranche-grobkeramik/">Arbeitsschutz – Mehr Sicherheit in der Teilbranche Grobkeramik</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.glaskeramik.org">VBG Spezial</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><strong>Die Aufsichtspersonen der VBG besuchten 2025 alle 76 Kalksandstein- und Porenbeton-Hersteller. Ziel war es, die Arbeitsschutzorganisation im Rahmen des gesetzlichen Auftrags zu überwachen und zu den branchenspezifischen Unfallschwerpunkten zu beraten.</strong></p>
<p class="p2">In absoluten Zahlen ereigneten sich im Jahr 2024 in der Teilbranche Grobkeramik knapp 200 meldepflichtige Arbeitsunfälle. Die Quote pro 1.000 Vollarbeitskräften lag bei 38 Unfällen. Noch deutlich höher (58 Unfälle) fiel die Quote bei der Produktion von Hintermauersteinen aus. Über die Unfallschwerpunkte berichteten wir in Ausgabe 4/2024.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Defizite im Arbeitsschutz</span></h2>
<p class="p2">Eine bundesweite Besichtigung zeigte, dass ein Drittel der Unternehmen Defizite in der Arbeitsschutzorganisation aufwies. Bei der Hälfte der Betriebe wurde die Gefährdungsbeurteilung beanstandet. Insbesondere die Organisation von Instandhaltungstätigkeiten war bei zwei Dritteln nur teilweise geeignet oder ungeeignet. Die Gefährdungen bei Alleinarbeit wurden oft vernachlässigt und nicht erfasst. Besonders bei Störungsbeseitigungen und Instandhaltungen ereignen sich häufig sehr schwere Unfälle. Bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen für den sicheren innerbetrieblichen Transport hat knapp die Hälfte der Unternehmen Probleme. Jeweils ein Viertel hat Defizite bei der sicheren Benutzung von Arbeitsmitteln beziehungsweise beim Gefahrstoffmanagement. Ein Fünftel gab an, die arbeitsmedizinische Vorsorge nicht organisiert zu haben.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Erneute Betriebsbesuche</span></h2>
<p class="p2">Unternehmen, die Defizite aufwiesen, werden erneut von den Aufsichtspersonen besichtigt. Um dem Gefährdungspotenzial für Instandhaltung und Störungsbeseitigung wirksam zu begegnen, entwickelt die VBG zurzeit neue Produkte. Diese werden unter dem Motto: „Nimm dir Zeit für Sicherheit“ stehen. Mithilfe einer kleinen Einsteckkarte mit „Ja/Nein“-Fragen sowie eines ausführlichen Fragebogens sollen Beschäftigte der Instandhaltung für das Thema sensibilisiert werden. Mit der Checkliste sollen sie in die Lage versetzt werden, potenzielle Gefährdungen direkt vor Beginn der Tätigkeit zu erkennen und zu beheben oder bei Bedarf Vorgesetzte zu Rate zu ziehen. Der Fragebogen kann ausgefüllt als kurze Gefährdungsbeurteilung im Unternehmen dienen. Als dritten Baustein wird es weiterführende Informationen für Führungskräfte geben, um das Thema langfristig in die betriebliche Arbeitsschutzorganisation einzubinden.</p>

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	</div>
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						Weblinks					</h3>
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						<p class="p1"><i>Gefährdungskataloge und Musterunternehmen<br />
</i><span class="s1"><a href="https://vbg-spezial.de/gedoku"><i>https://vbg-spezial.de/gedoku</i></a></span></p>
<p class="p3"><i>Arbeitsmedizinische Vorsorge in der Branche Glas und Keramik<br />
</i><span class="s1"><a href="https://vbg-spezial.de/AMV"><i>https://vbg-spezial.de/AMV</i></a></span></p>
<p class="p3"><i>Seminarangebote der VBG<br />
</i><span class="s1"><a href="https://www.vbg.de/seminare"><i>www.vbg.de/seminare</i></a> | Suchworte: ASCGC, STFMT, MEISC, GFB C, MATEC</span></p>
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		<item>
		<title>Hochtemperaturwolle – Gefahren durch Faserstäube</title>
		<link>https://www.glaskeramik.org/hochtemperaturwolle-gefahren-durch-faserstaeube/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 12:30:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[slider-yes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.glaskeramik.org/?p=6153</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.glaskeramik.org/hochtemperaturwolle-gefahren-durch-faserstaeube/">Hochtemperaturwolle – Gefahren durch Faserstäube</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.glaskeramik.org">VBG Spezial</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p class="p1"><strong>Bei vielen Instandhaltungsarbeiten in der keramischen und Glas-Industrie können Faserstäube freigesetzt werden, die krebserzeugendes Potenzial besitzen. Diese entstehen bei der mechanischen Be- und Verarbeitung von Hochtemperaturwollen. Die durch das Einatmen bestehende Gesundheitsgefahr wird in den Unternehmen oft unterschätzt.</strong></p>
<p class="p2">Hochtemperaturwolle wird aufgrund ihrer hohen Hitzebeständigkeit hauptsächlich bei der Isolierung thermischer Prozesse eingesetzt. In der keramischen und Glas-Industrie wird sie typischerweise zum Auskleiden von Öfen, als Aufbaumaterial für Ofenwagen oder als Abdichtung verwendet. Der spezifische Temperaturbereich, in dem die Materialien eingesetzt werden können, hängt vom Fasermaterial ab. Typische Einsatztemperaturen können zwischen 900 °C und 1800 °C liegen.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">WHO-Fasern</span></h2>
<p class="p2">Die Fasern, aus denen die Hochtemperaturwollen bestehen, können ein krebserzeugendes Potenzial haben. Fasern, die länger als 5 µm sind, einen kleineren Durchmesser als 3 µm haben und ein Länge-zu-Durchmesser-Verhältnis von mehr als 3:1 aufweisen, können bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vordringen und sich dort ablagern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 1986 diese Abmessungen für die sogenannten WHO-Fasern (alveolengängige Fasern), die als kritisch gelten, festgelegt.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Gesundheitsgefahren</span></h2>
<p class="p2">Bei geringer mechanischer Belastung und im eingebauten Zustand werden in der Regel nur wenige Fasern aus Hochtemperaturwolle freigesetzt. Bei der Verarbeitung der Produkte, beispielsweise bei Instandhaltungsarbeiten oder anderen mechanischen Einflüssen, wie beim Ausbau des alten Fasermaterials, können höhere Faserkonzentrationen entstehen. Die Faserstäube der einzelnen Arten von Hochtemperaturwolle bergen unterschiedliche Gesundheitsrisiken. So sind beispielsweise Aluminiumsilikatfasern als krebserzeugend der Kategorie 1B eingestuft. Solche Stoffe gehören zur Gefahrenklasse Karzinogenität und werden als solche speziell gekennzeichnet. WHO-Fasern aus polykristalliner Wolle (PCW-Wolle) bilden eine Ausnahme. Sie sind als krebserzeugend der Kategorie 2 eingestuft. Faserstäube aus Erdalkali-Silikat-Wolle (AES-Wolle) gelten nicht als krebserzeugend. Bei thermisch belasteten Aluminiumsilikatfasern und AES-Wolle ist durch Rekristallisierungsprozesse oberhalb von 900 °C mit dem Auftreten von silikogenem Staub in der Cristobalit-Modifikation zu rechnen. Dieser kann bei längerfristiger, wiederholter Einatmung feiner (alveolengängiger) Partikel eine chronische Staublungenerkrankung (Silikose) verursachen.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Bewertung der Exposition</span></h2>
<figure id="attachment_6168" aria-describedby="caption-attachment-6168" style="width: 768px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6168 size-lukla_medium" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/11-768x372.jpg" alt="" width="768" height="372" srcset="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/11-768x372.jpg 768w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/11-300x145.jpg 300w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/11-1024x496.jpg 1024w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/11-1168x566.jpg 1168w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/11.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-6168" class="wp-caption-text">Systematik der künstlich hergestellten Mineralfasern (KMF)</figcaption></figure>
<p class="p2">Für Aluminiumsilikatfasern, die als krebserzeugend in Kategorie 1B eingestuft sind, gilt die in der TRGS 910 festgelegte Akzeptanz- (AK) und Toleranzkonzentration (TK). Das Risiko wird je nach Faserkonzentration in niedrig, mittel oder hoch eingeteilt (siehe auch Grafik unten). Den Risikobereichen werden in der TRGS 558 Expositionskategorien zugeordnet. Bei einer Faserkonzentration über 100.000 Fasern/m³ (TK) besteht ein hohes Risiko (Expositionskategorie 3). Liegen die Faserkonzentrationen zwischen Akzeptanz- und Toleranzkonzentration, ist mit einem mittleren Risiko zu rechnen (Expositionskategorie 2). Werden Arbeiten im Bereich mittleren oder hohen Risikos (Expositionskategorie 2 und 3) durchgeführt, müssen die Beschäftigten in ein Expositionsverzeichnis aufgenommen werden. Unterschreitet die Faserkonzentration 10.000 Fasern/m³ (AK), ist das Risiko niedrig (Expositionskategorie 1). Bei Tätigkeiten mit einer Faserexposition von weniger als 40 Stunden pro Jahr kann von einem geringen Risiko ausgegangen werden – unabhängig von der Faserkonzentration. Wenn Beschäftigte an mehr als 40 Tagen pro Jahr einer Exposition ausgesetzt sind und keine Messungen vorliegen, ist von einer Überschreitung der Toleranzkonzentration auszugehen.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Expositionshöhe ermitteln</span></h2>
<figure id="attachment_6169" aria-describedby="caption-attachment-6169" style="width: 450px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6169" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/12.jpg" alt="" width="450" height="608" srcset="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/12.jpg 636w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/12-222x300.jpg 222w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-6169" class="wp-caption-text">Expositionskategorien für Aluminiumsilikatfasern nach TRGS 558 und TRGS 910</figcaption></figure>
<p class="p2">Unternehmen sind grundsätzlich dafür verantwortlich, die Expositionshöhe zu ermitteln. Weitere Informationen zur Bewertung der Exposition liefert die VBG-Fachinformation „Handlungsanleitung für Tätigkeiten mit Aluminiumsilikatfasern in der Branche Glas und Keramik&#8220;. Arbeitsplatzmessungen zur regelmäßigen Kontrolle der Expositionshöhe müssen von Unternehmen selbst durchgeführt oder von einer geeigneten, beauftragten Messstelle vorgenommen werden. Auch der Messtechnische Dienst der VBG führt im Rahmen der Präventionsaufgaben Fasermessungen durch. Über die Messergebnisse erhalten die Betriebe kostenfrei einen Bericht, den Sie für Ihre Gefährdungsbeurteilung nutzen können. Weitere Messstellen sind im Internet in der Datenbank für akkreditierte Messstellen der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) und beim Bundesverband der Messstellen für Umwelt und Arbeitsschutz e. V. (BUA) zu finden.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Schutzmaßnahmen</span></h2>
<p class="p2">Um die Gesundheit der Beschäftigten vor Faserstäuben, die bei der Bearbeitung der Hochtemperaturwollen entstehen, zu schützen, sind risikoangemessene Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die im Folgenden beschriebenen Maßnahmen sind vor allem bei Expositionsszenarien (siehe Grafik) mit hoher Faserfreisetzung (Expositionskategorie 2 oder 3) umzusetzen. Arbeitsbereiche, in denen Fasermaterialien bearbeitet werden, sind räumlich abzutrennen, um die Belastung von Beschäftigten in anderen Bereichen zu minimieren. Der Zutritt ist auf befugte Personen zu beschränken. Wenn sich nicht verhindern lässt, dass Faserstäube freigesetzt werden, müssen diese an der Entstehungs- oder Austrittsstelle lüftungstechnisch vollständig erfasst und gefahrlos abgeführt werden. Bei mechanischer Bearbeitung können auch handgeführte Maschinen mit Erfassungseinrichtungen eingesetzt werden.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Verunreinigungen sicher entfernen</span></h2>
<figure id="attachment_6163" aria-describedby="caption-attachment-6163" style="width: 450px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6163" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/6-768x516.jpg" alt="" width="450" height="302" srcset="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/6-768x516.jpg 768w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/6-300x202.jpg 300w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/6-1024x688.jpg 1024w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/6-1168x785.jpg 1168w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/6.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-6163" class="wp-caption-text">Aufgrund ihrer Hitzebeständigkeit lässt sich Hochtemperaturwolle in der Branche Glas und Keramik vielfältig einsetzen.</figcaption></figure>
<p class="p2">Verunreinigungen und Verschmutzungen dürfen nicht mit Druckluft abgeblasen oder trocken gekehrt werden. Sie sind sofort mit Industriestaubsaugern (Kategorie M), Mobilentstaubern, zentralen Absaugeinrichtungen oder durch Feuchtreinigung zu beseitigen. Es ist darauf zu achten, dass die Fasermaterialien nicht offen in Arbeitsbereichen gelagert werden. Abfälle, Reste und Verpackungen sind am Entstehungsort staubdicht zu verpacken, gegebenenfalls zu befeuchten, zu kennzeichnen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Für den Transport sind geschlossene Behältnisse zu verwenden.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6165 alignright" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/8-768x516.jpg" alt="" width="300" height="202" srcset="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/8-768x516.jpg 768w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/8-300x202.jpg 300w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/8-1024x688.jpg 1024w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/8-1168x785.jpg 1168w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/8.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></span></h2>
<p class="p2">Bei besonders staubintensiven Tätigkeiten, beispielsweise bei Demontagearbeiten oder beim Zuschneiden und bei der mechanischen Bearbeitung mit schnell laufenden Werkzeugen, muss der Arbeitgeber den Beschäftigten PSA zur Verfügung stellen. Bei diesen Arbeiten besteht eine Tragepflicht für Atemschutz. Geeignet sind Halbmasken mit P3-Filter oder partikelfiltrierende Halbmasken FFP3. Atemschutz mit Gebläseunterstützung oder Gebläsehelme sind empfehlenswert, da hier kein Atemwiderstand entsteht. Zusätzlich sind bei allen Arbeiten atmungsaktive Schutzanzüge (vorzugsweise Einwegschutzanzüge Typ 5 nach DIN EN ISO 13982) und Schutzhandschuhe aus Leder oder nitrilbeschichtete Baumwollhandschuhe zu tragen, die nach der Benutzung in dicht verschließbaren Behältern zu sammeln und zu entsorgen sind. Informationen zum Einsatz der Handschuhe und zur Hautpflege nach der Arbeit sind im Handschuh- und Hautschutzplan zu finden.</p>
<h2 class="p3"></h2>
<h2 class="p3"><span class="s1"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6164" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/7-768x516.jpg" alt="" width="320" height="215" srcset="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/7-768x516.jpg 768w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/7-300x202.jpg 300w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/7-1024x688.jpg 1024w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/7-1168x785.jpg 1168w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/7.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px" />Prävention lohnt sich!</span></h2>
<p class="p2">Im Prämienkatalog für die Branche Glas und Keramik werden unter bestimmten Voraussetzungen unter anderem die folgenden Maßnahmen mit bis zu 40 Prozent der Investitionssumme von der VBG gefördert:</p>
<ul>
<li class="p2"><i>Technische Maßnahmen zur Staubminderung: Anschaffung Scheuersaugmaschinen, handgeführte Maschinen mit Absaugvorrichtung, deren Entstauber sowie Vorabscheider für Entstauber,</i></li>
<li class="p2"><i>spezielle Maßnahmen zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren: Teilnahme an qualitätsgesicherten Seminaren zur VDI-Richtlinie 2262 Blatt 3 und 4 zur Verbesserung der Arbeitsplatzlüftung in der Produktion sowie</i></li>
<li class="p2"><i><i>besondere persönliche Schutzausrüstung: Anschaffung von Gebläsehelmen oder -hauben.</i></i><br />
<h2 class="p3"></h2>
</li>
</ul>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1706825821366"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12 vc_col-has-fill"><div class="vc_column-inner vc_custom_1614158517181"><div class="wpb_wrapper">					<div class="mega-testimonial">
				<div class="tm-quotes" style="background: ; padding: 15px 10px; font-style: italic; border-radius: 4px;">
					<h2 class="p1"><span class="s1">Drei Fragen an den Experten</span></h2>
<h3 class="p1"><i>Was sind die wichtigsten Maßnahmen im Umgang mit Alleinarbeit?</i></h3>
<p class="p2"><span class="s1">Kommunikation und verlässliche Absprachen mit anderen. Sobald weitere Personen Ort und Dauer der Tätigkeit kennen, ist die Sicherheit bereits deut­lich erhöht. Wichtig sind auch Informationen über den Weg dorthin und die Erreichbarkeit während des Einsatzes.</span></p>
<h3 class="p1"><i>In welchen Fällen ist der Einsatz technischer Lösungen ratsam? </i></h3>
<p class="p2"><span class="s1">Angesichts der Vielzahl kosten­günstiger Lösungen für das Hand­gelenk oder die Hosentasche ist deren Anwendung bereits bei geringen Risiken empfehlens­wert: Denn ein Notfall kann auch ohne Unfall eintreten!</span></p>
<h3 class="p1"><i>Welchen Tipp haben Sie zum Einsatz technischer Lösungen?</i></h3>
<p class="p2"><span class="s1">Auf jeden Fall muss vor der Verwendung geklärt sein, ob die Alarmierung und Ortung zuverlässig funktionieren. So kann zum Beispiel ein GPS-Signal in Gebäuden gestört sein. Dann wäre eine PNA mit zusätzlicher Funk­tio­nali­tät angebracht.</span></p>
					<span class="tm-arrow" style="border-top: 8px solid ;"></span>
				</div>
				<div class="tm-details">
					<div class="tm-profile">
						<img decoding="async" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2025/10/gk-exp.jpg" alt="Dr. Lisa Wirtz, Referentin für Gefahrstoffe und Messtechnischen Dienst bei der VBG" style="width: 100px; border-radius: 50%">
					</div>
					<div class="tm-prof">
						<div class="tm-name">
							<span style="font-size: 21px; color: #000000; font-weight: bold;">Dr. Lisa Wirtz</span>,
							<span><i><a href="" target="" title="" style="color: #898989; font-size: 18px; font-style: italic; text-decoration: none;">Referentin für Gefahrstoffe und Messtechnischen Dienst bei der VBG</a></i></span>
							<p style="padding-top: 5px; display: none">
								<img decoding="async" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/plugins/mega-addons-for-visual-composer-pro/render/../images/none.png">
							</p>
						</div>
					</div>
					<div class="Clearfix"></div>
				</div>
			</div>			
		
		
		
		
		
		
				
		</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1689087410003"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">		
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					<h3 class="mega-info-title" style="color: #000000; font-size: px; line-height: 1;">
						Weblinks					</h3>
					<div class="mega-info-desc" style="">
						<p class="p1"><i>VBG-Fachwissen „Handlungsanleitung für Tätigkeiten mit Aluminiumsilikatfasern in der Branche Glas und Keramik&#8220;<br />
</i><span class="s1"><a href="https://vbg-spezial.de/alusilikat"><i>https://vbg-spezial.de/alusilikat</i></a></span></p>
<p class="p3"><i>VBG-Prämienkatalog Glasindustrie, Grobkeramik, Feinkeramik<br />
</i><span class="s1"><a href="https://vbg-spezial.de/praemie-GuK"><i>https://vbg-spezial.de/praemie-GuK</i></a></span></p>
<p class="p3"><i>Arbeitsmedizinische Vorsorge in der Branche Glas und Keramik<br />
</i><span class="s1"><a href="https://vbg-spezial.de/vorsorge"><i>https://vbg-spezial.de/vorsorge</i></a></span></p>
					</div>
									</div>
				<div class="clearfix"></div>
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		</a>

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		<item>
		<title>Maschinensicherheit – Die Maschinenverordnung kommt</title>
		<link>https://www.glaskeramik.org/maschinensicherheit-die-maschinenverordnung-kommt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 10:20:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sicherheit & Recht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.glaskeramik.org/?p=6155</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.glaskeramik.org/maschinensicherheit-die-maschinenverordnung-kommt/">Maschinensicherheit – Die Maschinenverordnung kommt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.glaskeramik.org">VBG Spezial</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><strong>Bereits vor zwei Jahren haben wir in unserer Ausgabe 02/2024 über die neue europäische Verordnung für Maschinen (EU) 2023/1230 informiert. Jetzt sind es nur noch wenige Monate, bis diese zum 20. Januar 2027 die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ablöst.</strong></p>
<p class="p2">Mit Inkrafttreten der neuen Maschinenverordnung werden nun immaterielle Risiken, wie zum Beispiel Cyber-Security, erstmals Bestandteil der Maschinensicherheit. Das bedeutet: Maschinen müssen so gebaut sein, dass sie gegen digitale Angriffe und gegen Manipulation geschützt sind und ihre Sicherheitsfunktionen nicht ausgehebelt werden können. Die Risikobeurteilung der Hersteller muss also auch mögliche Hackerangriffe oder Sabotage einbeziehen. Besonders streng sind die Vorgaben in dieser Hinsicht, wenn die Sicherheitsfunktionen der Maschine auf künstlicher Intelligenz (KI-Anwendungen) beruhen.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Verantwortung breiter verteilt</span></h2>
<p class="p2">Generell wird die Verantwortung für die Sicherheit einer Maschine mit der neuen Verordnung nun deutlich breiter verteilt, und zwar entlang der gesamten Lieferkette. Der Hersteller trägt dabei die Hauptverantwortung für Konformität, Dokumentation und die CE-Kennzeichnung. Doch die Verantwortung liegt nun auch bei Importeuren und Händlern. Sie müssen prüfen, ob die von ihnen vertriebenen Maschinen den festgelegten Standards entsprechen. Außerdem sind sie verpflichtet, erkannte Produktrisiken den zuständigen Behörden zu melden und geeignete Maßnahmen zur Risikominderung zu ergreifen (Meldepflicht).</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Betreiber werden zum „Hersteller&#8220;</span></h2>
<p class="p2">Auch für die Betreibenden einer Maschine ändert sich künftig etwas Entscheidendes. Und zwar, wenn diese eine Maschine so umbauen, dass durch physische oder digitale Veränderungen eine neue Gefährdung entsteht oder sich ein bestehendes Risiko erhöht. Sind dadurch neue signifikante Schutzmaßnahmen nötig, ist das laut der neuen Verordnung eine „wesentliche Veränderung&#8220;. Dadurch werden die Betreibenden rechtlich gesehen zum „Hersteller&#8220; – und zwar mit allen Konsequenzen. So sind sie verpflichtet, eine komplett neue Risikobeurteilung, eine neue Dokumentation und eine neue Konformitätsbewertung durchzuführen, bevor sie das veränderte Produkt in Verkehr bringen oder in Betrieb nehmen.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1689087410002"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">		
							<a style="text-decoration: none;color: #000;">
					<div class="mega_info_box_2  mega-info-box-293 nonesss nones  vc_custom_1754415306782">
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						Weblinks					</h3>
					<div class="mega-info-desc" style="">
						<p class="p1"><i>DGUV-Test: FAQs zur EU-Maschinenverordnung<br />
</i><span class="s1"><a href="https://vbg-spezial.de/MVO"><i>https://vbg-spezial.de/MVO</i></a></span></p>
					</div>
									</div>
				<div class="clearfix"></div>
			</div>
		</a>

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<p>Der Beitrag <a href="https://www.glaskeramik.org/maschinensicherheit-die-maschinenverordnung-kommt/">Maschinensicherheit – Die Maschinenverordnung kommt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.glaskeramik.org">VBG Spezial</a>.</p>
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		<title>Flachglasentladung – Gefährliche Schräglage</title>
		<link>https://www.glaskeramik.org/gefaehrliche-schraeglage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 08:43:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unfälle & Arbeitssicherheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.glaskeramik.org/?p=6154</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.glaskeramik.org/gefaehrliche-schraeglage/">Flachglasentladung – Gefährliche Schräglage</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.glaskeramik.org">VBG Spezial</a>.</p>
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			<p class="p1"><strong>Ein ungeplanter Ablauf, fehlende technische Hilfsmittel und eine improvisierte Entscheidung führten bei der manuellen Entladung von Flachglas zu einem schweren Arbeitsunfall.</strong></p>
<p class="p2">Ein Unfall aus der Flachglasbranche verdeutlicht exemplarisch, wie schnell sich Risiken beim Transport schwerer Lasten potenzieren, wenn die handelnden Personen von vereinbarten Abläufen abweichen.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Abweichender Ablauf</span></h2>
<p class="p2">Ein Glashersteller lieferte Flachglas mit einem 7,5-Tonnen-Lkw aus, der weder über einen Ladekran noch über ein mitgeführtes Flurförderzeug verfügte. Im Vorfeld war vereinbart worden, dass der Empfängerbetrieb die Entladung mithilfe eines geeigneten Flurförderzeugs durchführen sollte. Da der Lkw nicht in den Betriebshof einfahren konnte, musste er auf einer schmalen, unebenen und geneigten Kopfsteinpflasterstraße abgestellt werden. Hinzu kam, dass beim Eintreffen des Fahrzeugs das vereinbarte Flurförderzeug nicht zur Verfügung stand. Stattdessen entschied der Kunde, das Flachglas durch seine eigenen Mitarbeitenden manuell vom Transportgestell abnehmen zu lassen.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Manuelle Entladung</span></h2>
<p class="p2">Zum Entladen wurde die Transportsicherung, welche als Umreifung ausgeführt war, zerschnitten. Dadurch war der Glasstapel nicht mehr gegen Kippen gesichert. Während des händischen Abnehmens durch die Beschäftigten des Kunden näherte sich der Lkw-Fahrer kurzzeitig dem Transportgestell, um die noch zu entladende Stückzahl zu ermitteln. Genau in diesem Moment begann der Glasstapel zu kippen und stürzte auf den Fahrer, der dabei verletzt wurde.</p>
<p class="p2">Die Unfallanalyse ergab, dass mehrere Faktoren zusammenwirkten. Die Straße wies eine Neigung von etwa neun Prozent auf und hob damit nahezu die konstruktive Standneigung des Transportgestells auf. Gleichzeitig fehlten geeignete technische Hilfsmittel zur Entladung. Durch das Lösen der Umreifung war der Glasstapel ungesichert. Zudem hielten sich Personen im unmittelbaren Gefahrenbereich vor dem Gestell auf. Wie bei vielen vergleichbaren Unfällen wurde die Bedeutung von Untergrundbeschaffenheit und Sicherung des Glaspakets für die Standsicherheit der Ladung deutlich unterschätzt.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Vermeidbarer Unfall</span></h2>
<p class="p2">Der Unfall wäre vermeidbar gewesen, wenn die Entladung bei fehlenden sicheren Rahmenbedingungen konsequent abgebrochen worden wäre. Das manuelle Entladen von Flachglas direkt vom Lkw sowie das Lösen von Umreifungen ohne Überprüfung des Neigungswinkels stellen erhebliche Sicherheitsrisiken dar und sind nicht zulässig.</p>
<h2 class="p3"><span class="s1">Lehren für die Praxis</span></h2>
<ul>
<li class="p2"><i>Flachglas ausschließlich mit geeigneten technischen Hilfsmitteln entladen</i></li>
<li class="p2"><i>Glasgestelle nur auf ebenem, tragfähigem Untergrund abstellen</i></li>
<li class="p2"><i>Umreifungen erst lösen, wenn der Glasstapel stabil steht und der Neigungswinkel eingehalten wird</i></li>
<li class="p2"><i>Gefahrenbereiche vor und neben Glasgestellen konsequent freihalten</i></li>
<li class="p2"><i>Abweichungen vom geplanten Ablauf organisatorisch regeln und im Zweifel die Arbeiten abbrechen</i></li>
</ul>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1706825821366"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12 vc_col-has-fill"><div class="vc_column-inner vc_custom_1614158517181"><div class="wpb_wrapper">					<div class="mega-testimonial">
				<div class="tm-quotes" style="background: ; padding: 15px 10px; font-style: italic; border-radius: 4px;">
					<h2 class="p1"><span class="s1">Drei Fragen an den Experten</span></h2>
<h3 class="p1"><i>Was sind die wichtigsten Maßnahmen im Umgang mit Alleinarbeit?</i></h3>
<p class="p2"><span class="s1">Kommunikation und verlässliche Absprachen mit anderen. Sobald weitere Personen Ort und Dauer der Tätigkeit kennen, ist die Sicherheit bereits deut­lich erhöht. Wichtig sind auch Informationen über den Weg dorthin und die Erreichbarkeit während des Einsatzes.</span></p>
<h3 class="p1"><i>In welchen Fällen ist der Einsatz technischer Lösungen ratsam? </i></h3>
<p class="p2"><span class="s1">Angesichts der Vielzahl kosten­günstiger Lösungen für das Hand­gelenk oder die Hosentasche ist deren Anwendung bereits bei geringen Risiken empfehlens­wert: Denn ein Notfall kann auch ohne Unfall eintreten!</span></p>
<h3 class="p1"><i>Welchen Tipp haben Sie zum Einsatz technischer Lösungen?</i></h3>
<p class="p2"><span class="s1">Auf jeden Fall muss vor der Verwendung geklärt sein, ob die Alarmierung und Ortung zuverlässig funktionieren. So kann zum Beispiel ein GPS-Signal in Gebäuden gestört sein. Dann wäre eine PNA mit zusätzlicher Funk­tio­nali­tät angebracht.</span></p>
					<span class="tm-arrow" style="border-top: 8px solid ;"></span>
				</div>
				<div class="tm-details">
					<div class="tm-profile">
						<img decoding="async" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/04/experte.jpg" alt="Dr. Sabine Erdmann-Weiß, Stellvertretende Leitung DGUV Sachgebiet Glas und Keramik" style="width: 100px; border-radius: 50%">
					</div>
					<div class="tm-prof">
						<div class="tm-name">
							<span style="font-size: 21px; color: #000000; font-weight: bold;">Dr. Sabine Erdmann-Weiß</span>,
							<span><i><a href="" target="" title="" style="color: #898989; font-size: 18px; font-style: italic; text-decoration: none;">Stellvertretende Leitung DGUV Sachgebiet Glas und Keramik</a></i></span>
							<p style="padding-top: 5px; display: none">
								<img decoding="async" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/plugins/mega-addons-for-visual-composer-pro/render/../images/none.png">
							</p>
						</div>
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		<title>Erste Hilfe im Betrieb – Schnell und richtig handeln</title>
		<link>https://www.glaskeramik.org/erste-hilfe-im-betrieb-schnell-und-richtig-handeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2026 16:20:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[slider-yes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.glaskeramik.org/?p=6074</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.glaskeramik.org/erste-hilfe-im-betrieb-schnell-und-richtig-handeln/">Erste Hilfe im Betrieb – Schnell und richtig handeln</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.glaskeramik.org">VBG Spezial</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p class="p1"><strong>Bei einem Unfall oder einer gesundheitlichen Notsituation kann Erste Hilfe dazu beitragen, schlimmere Folgen zu verhindern. Manchmal retten Ersthelfende sogar Leben. Daher ist auch in Unternehmen der Branche Glas und Keramik eine gute Organisation der Ersten Hilfe wichtig.</strong></p>
<p class="p1">In einer Ziegelei kam es zu einem schweren Unfall. Ein Arbeiter rutschte beim Reinigen des Förderbands ab, sein Arm wurde zwischen Band und Tragrolle eingezogen. Ein in der Nähe arbeitender Kollege hörte die Hilferufe, zog die Not-Halt-Leine und setzte einen Notruf ab. Der Verletzte hatte eine stark blutende Quetsch­wunde am Unterarm. Der ausgebildete Ersthelfer kümmerte sich um den Verletzten, half ihm, den Arm hochzuhalten, und deckte die Wunde steril ab. Eine Rettungsdecke hielt den Mann warm, bis der Rettungsdienst eintraf und ihn ins Krankenhaus brachte.</p>
<h2 class="p3">Funktionierende Rettungskette</h2>
<p class="p2">Bei diesen, aber auch bei sonstigen medizinischen Notfällen im Unternehmen kommt es auf eine gut funktionierende Rettungskette an, um eine lückenlose Versorgung einer Person sicherzustellen. Dafür müssen vor Ort Alarm- oder Meldeeinrichtungen existieren, um im Notfall schnell Hilfe herbeizurufen und gegebenenfalls einen Notruf absetzen zu können. Häufig reichen dazu ein Telefon und die Kenntnis über die jeweilige Notrufnummer aus. Dies kann auch eine betriebsinterne Nummer sein. Bei größeren Betrieben sind eventuell weitere Maßnahmen erforderlich, etwa zum Einweisen des Rettungsdiensts. Die wichtigsten Informationen zur ­Ersten Hilfe sind auch auf dem Erste-Hilfe-­Plakat der DGUV übersichtlich zusammengefasst (­siehe auch Webtipp am Ende des Artikels).</p>
<h2 class="p3">Versorgung und Transport</h2>
<p class="p2">Außerdem muss zur Versorgung von Verletzten Erste-Hilfe-Material zur Verfügung stehen, das sich an den betrieblichen Erfordernissen orien­tiert. Dabei sollte auch der Transport einer betroffenen Person bedacht werden. Hierfür sind unter Umständen besondere Transportmittel erforderlich, zum Beispiel zur Rettung aus ­Silos oder von höher gelegenen Arbeitsplätzen. Grundsätzlich bewährt hat sich das Erste-Hilfe-­Material der betrieblichen Verbandkästen nach DIN-Norm. In einem Produktionsbetrieb mit bis zu 20 Beschäftigten ist mindestens ein kleiner Verbandkasten nach DIN 13157 und ab 21 Beschäftigten ein großer Verbandkasten nach DIN 13169 bereitzuhalten. In größeren Betrieben sind in der Regel mehrere Verbandkästen notwendig. Hier kann es sinnvoll sein, zwei kleine Kästen anstatt eines großen an verschiedenen Orten vorzuhalten, um das Verbandmaterial schnell erreichen zu können.</p>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6081 size-lukla_large" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/02/GK-12-1168x785.png" alt="" width="1168" height="785" srcset="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/02/GK-12-1168x785.png 1168w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/02/GK-12-300x202.png 300w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/02/GK-12-1024x688.png 1024w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/02/GK-12-768x516.png 768w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/02/GK-12.png 1280w" sizes="auto, (max-width: 1168px) 100vw, 1168px" /></h2>
<h2 class="p3">Anzahl der Ersthelfenden</h2>
<p class="p2">Die erforderliche Anzahl an Ersthelfenden richtet sich nach der Zahl der anwesenden Versicherten. Grundsätzlich ist erst ab zwei anwesenden Personen eine Ersthelferin beziehungsweise ein Ersthelfer notwendig. Die DGUV Vorschrift 1 fordert mindestens folgende Zahl an Erst­helfenden:</p>
<ul>
<li class="p4"><i>Bei 2 bis zu 20 anwesenden Versicherten ist eine Ersthelferin beziehungsweise ein Ersthelfer erforderlich.</i></li>
<li class="p5"><i>Bei mehr als 20 anwesenden Versicherten in Betrieben der Branche Glas und Keramik gilt eine Quote von 10 Prozent.</i></li>
</ul>
<p class="p2">Sofern aufgrund veränderter Gegebenheiten im Betrieb weniger Personen als gewöhnlich anwesend sind, ist dementsprechend auch eine geringere Zahl an Ersthelfenden vor Ort erforderlich. Die geforderte Quote gilt jedoch weiterhin. Um bei Schichtarbeit die notwendige Anzahl an Ersthelferinnen und Ersthelfern zu erreichen, kann es erforderlich sein, mehr Personen ausbilden zu lassen.</p>
<p class="p2">In der Praxis ergibt sich dieser Bedarf immer wieder, da durch Abwesenheiten, zum Beispiel aufgrund von Urlaub oder Krankheit, nicht alle Beschäftigten und damit auch Ersthelfenden gleichzeitig anwesend sind. Sofern bestimmte Arbeitsbereiche während der Geschäftszeiten ständig besetzt sind, kann es für die Orga­ni­sa­tion hilfreich sein, zum Beispiel Mitarbeitende am Empfang oder im Wachdienst in Erster Hilfe zu qualifizieren.</p>
<h2 class="p3">Qualifizierung der Ersthelfenden</h2>
<p class="p2">Im Unternehmen dürfen nur Personen als betriebliche Ersthelferinnen und Ersthelfer eingesetzt werden, die bei einer vom Unfallversicherungsträger ermächtigten Stelle aus- beziehungsweise fortgebildet worden sind. Die Fortbildung sollte nach zwei Jahren erfolgen. Das Unternehmen kann Betriebsangehörige direkt bei einer ermächtigten Stelle zu einem Erste-Hilfe-Kurs anmelden. Die Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe der VBG (siehe Webtipp) bietet einen stets aktuellen Überblick über die Ausbildungsstellen.</p>
<p class="p2">Die VBG trägt die Kosten für die Aus- beziehungsweise Fortbildung der betrieblich erforderlichen Zahl an Ersthelfenden. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen den Anbietenden und der VBG, eine anderweitige Erstattung von Kosten ist nicht möglich. Für besondere Wünsche des Unternehmens zum Erste-Hilfe-Kurs, wie zum Beispiel eine Inhouse-Schulung, ist es empfehlenswert, gegebenenfalls entstehende Kosten für die zusätzliche Leistung im Voraus mit den Anbietenden abzustimmen.</p>
<h2 class="p3">Anschaffung eines Defibrillators</h2>
<figure id="attachment_6069" aria-describedby="caption-attachment-6069" style="width: 450px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6069" src="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/02/GK-10-768x516.png" alt="Die Anschaffung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) ist für Unternehmen nicht verpflichtend, aber unter Umständen sinnvoll." width="450" height="302" srcset="https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/02/GK-10-768x516.png 768w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/02/GK-10-300x202.png 300w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/02/GK-10-1024x688.png 1024w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/02/GK-10-1168x785.png 1168w, https://www.glaskeramik.org/wp-content/uploads/2026/02/GK-10.png 1280w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-6069" class="wp-caption-text">Die Anschaffung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) ist für Unternehmen nicht verpflichtend, aber unter Umständen sinnvoll.</figcaption></figure>
<p class="p2">Für Unternehmen ist die Anschaffung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) nicht verpflichtend, sie ist jedoch unter Umständen sinnvoll. Die Entscheidung sollte der Betrieb auf Grundlage seiner Gefährdungsbeurteilung treffen. Dabei sollten die Größe des Betriebs, die Anzahl und das Alter der Beschäftigten sowie besondere Gefährdungen wie zum Beispiel durch Strom berücksichtigt werden. Ein AED kann grundsätzlich von jeder Person angewendet werden. Die betrieblichen Ersthelferinnen und Ersthelfer haben sich im Erste-Hilfe-Kurs mit der praktischen Anwendung vom AED vertraut gemacht. Weitere Informationen auch zu Betreiberpflichten finden Sie in den FAQs der Website <a href="http://www.dguv.de/fb-erstehilfe"><span class="s1"><i>www.dguv.de/fb-erstehilfe</i></span></a>.</p>
<h2 class="p3">Dokumentation der Erste-Hilfe-Leistungen</h2>
<p class="p2">Grundsätzlich muss jedes Ereignis, bei dem Erste Hilfe geleistet wurde, dokumentiert werden – ganz egal, ob kleine Schnittwunde oder größere Verletzung. Die Angaben im Melde­block dienen als Nachweis gegenüber der VBG, dass eine Verletzung bei einer versicherten Tätigkeit eingetreten ist. Diese Aufzeichnungen können sehr wichtig sein, wenn zum Beispiel später eine Verschlechterung, zum Beispiel die Entzündung einer Wunde, eintreten sollte. Für den Arbeitsschutz im Betrieb stellen die Einträge im Meldeblock beziehungsweise die digital erfassten Informationen zu erfolgten Erste-Hilfe-Leistungen eine Informationsquelle für die Untersuchung und Auswertung von nicht meldepflichtigen Arbeitsunfällen dar. Auf diese Weise können schon frühzeitig Schutzmaßnahmen abgeleitet und umgesetzt werden, um schlimmere Ereignisse zu verhindern.</p>
<h2 class="p3">Fazit</h2>
<p class="p2">Viele Beispiele von Erste-Hilfe-Leistungen im Betrieb zeigen, dass eine funktionierende Rettungs­kette und richtig geleistete Erste Hilfe dazu beitragen, die Folgen eines Arbeitsunfalls oder einer Erkrankung im Betrieb zu lindern. Mit einer umfassenden Organisation der Ersten ­Hilfe ist Ihr Unternehmen gut auf den Ernstfall vor­bereitet.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1689087410002"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">		
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									</div>
				<div class="mega-info-footer">
					<h3 class="mega-info-title" style="color: #000000; font-size: px; line-height: 1;">
						Maßnahmen bei Stromunfällen					</h3>
					<div class="mega-info-desc" style="">
						<p class="p1"><span class="s1"><i>Die Elektroenergie als Hauptenergiequelle für Maschinen und Anlagen ist in der Branche Glas und Keramik ein nicht zu unterschätzender Gefährdungsfaktor. Auswertungen von Unfall­anzeigen haben ergeben, dass sowohl elektrische Laien beim Betreiben von Maschinen, Geräten und elektrischen Handwerkzeugen als auch Elektro­fachkräfte bei Wartungs- und Instandhaltungs­arbeiten von Stromunfällen betroffen sind.</i></span></p>
<p class="p2"><span class="s1"><i>Ersthelfende müssen bei einem Stromunfall zuerst den Selbstschutz beachten – für eine Stromunterbrechung ist unverzüglich zu sorgen. Erst dann kommen die weiteren Maßnahmen der Ersten Hilfe zum Einsatz:</i></span></p>
<ul>
<li class="p3"><i>Bewusstsein und Atmung prüfen,</i></li>
<li class="p3"><i>Notruf absetzen,</i></li>
<li class="p3"><i>eventuell Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen und falls verfügbar Defibrillator einsetzen,</i></li>
<li class="p3"><i>Brandwunden verbinden, allerdings haben lebensrettende Maßnahmen Vorrang,</i></li>
<li class="p3"><span class="s1"><i>umgehende ärztliche Vorstellung, auch nach einem mutmaßlichen „Wischer“ (zum Bei­spiel kurzer Kontakt mit einem defekten Kabel) – Gefahr von Herzrhythmusstörungen</i><i>!</i></span></li>
</ul>
					</div>
									</div>
				<div class="clearfix"></div>
			</div>
		</a>

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																<i class="fas fa-external-link-alt" aria-hidden="true" style="border: 0px solid ; border-radius: 0px; background: ; width: px; height: px; line-height: px; font-size: 25px; color: ;"></i>
									</div>
				<div class="mega-info-footer">
					<h3 class="mega-info-title" style="color: #000000; font-size: px; line-height: 1;">
						Weblinks					</h3>
					<div class="mega-info-desc" style="">
						<p class="p1"><em>Tipps für eine gut organisierte Erste Hilfe:</em><br />
<a href="https://www.vbg.de/erste-hilfe"><span class="s1"><i>www.vbg.de/erste-hilfe</i></span></a></p>
<p class="p3"><i>DGUV Information 204-022 </i><em>„Erste Hilfe im Betrieb“:</em><br />
<a href="https://vbg-spezial.de/DGUV-204-022"><span class="s1"><i>https://vbg-spezial.de/DGUV-204-022</i></span></a></p>
<p class="p4"><i>VBG Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe:<br />
</i><span class="s2"><a href="https://www.bg-qseh.de"><i>https://www.bg-qseh.de</i></a></span></p>
					</div>
									</div>
				<div class="clearfix"></div>
			</div>
		</a>

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<p>Der Beitrag <a href="https://www.glaskeramik.org/erste-hilfe-im-betrieb-schnell-und-richtig-handeln/">Erste Hilfe im Betrieb – Schnell und richtig handeln</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.glaskeramik.org">VBG Spezial</a>.</p>
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